Zusatzbeiträge bei der Krankenversicherung

Ein Thema ist derzeit unumgänglich, wenn man Nachrichten sieht, hört oder liest: Die Debatte rund um den Zusatzbeitrag bei den Krankenkassen. In Folge der Verschuldung der Krankenkassen und der Sparmaßnahmen der Regierung, die den Kassen zum Teil mitfinanzierte, sind die Kassen nun auf sich selbst gestellt, was die Deckung ihrer Ausgaben angeht. Diese Ausgaben sind vor allem wegen der Medikamente, die jährlich verschrieben werden, gestiegen, sodass die Kassen sich verschuldeten. Aus diesem Grund führten bereits einige Krankenkassen die Zusatzbeiträge ein, die nun von jedem Versicherten gezahlt werden sollen, um die Kosten der Kassen zu senken. In der Regel sind dies 8 Euro zusätzlich.

Aktuell zahlt bereits jeder sechste Versicherte den Zusatzbeitrag (Stand: 21.05. 2010). Ausgenommen von dieser Regel sind bisher Kinder. Auch von Arbeitslosen und Studenten wird ein solcher Beitrag verlangt – ist dies gerecht? Aktuelle Nachrichten zum Zusatzbeitrag lassen nicht gerade darauf hoffen, dass diese Gruppen von einer Zahlung der Zusatzbeiträge ausgenommen werden. Man denkt bereits darüber nach, diese Beiträge auch für die Pflegeversicherung einzuführen. Wir finden dies ungerecht, schließlich hat man als Student sowieso schon genügend damit zu tun, sich zu überlegen, wie man mit dem wenigen Geld auskommen soll – von der GEZ werden wir nun mal auch nicht verschont!

Und wie ist dies eigentlich, wenn man verreisen möchte? Oder im Auslandsstudium? Welche Kosten entstehen dann bezüglich der Krankenversicherung? Bisher konnten wir zu diesem Thema wenige Informationen finden. Allerdings werben einige Kassen mit Angeboten für weitere Versicherungen, wenn man brav den Zusatzbeitrag zahlt. So kann man zum Beispiel bei der DAK zwischen einer einjährigen kostenfreien Auslandsversicherung oder einem Nachlass von drei Euro auf den ursprünglichen Zahlungsbetrag wählen.

Was allerdings bisher bei bleibt, ist die Tatsache, dass viele Krankenkassen die Kosten für die Reiseimpfungen der Versicherten übernehmen. Dazu verpflichtet sind sie nicht, sondern nur für medizinisch notwendige Impfungen gegen Röteln, Tetanus, Kinderlähmung und Diphterie und andere Krankheiten. Dies können bis zu 230 Euro sein, zum Beispiel bei Impfungen gegen Hepathitis A und B. Hier gilt: Am besten, ihr informiert euch frühzeitig! Und es lohnt sich, die aktuellen Nachrichten zum Zusatzbeitrag weiterhin zu verfolgen!

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